Auf der Suche nach dem roten Faden im Leben

Gottesdienst, Information, Sommerfreizeit

Dort Urlaub machen wo Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga einst ihre Streiche spielten: Mitte Juli machten sich 26 Sommerfreizeit-Teilnehmer zusammen mit einem achtköpfigen Mitarbeiterteam auf den Weg in die schwedische Provinz Schonen. Der evangelische Kreisjugenddienst Norden bot in diesem Jahr eine Sommerfreizeit am Osby-See in Südschweden an. Wie im vergangenen Jahr war auch dieses Mal ein Zeltlager des Ferienwerkes Kurhessen das Reiseziel. Der evangelische Kreisjugenddienst bietet jedes Jahr eine Sommerfreizeit für Jugendliche von zwölf bis 16 Jahren an.

„Das Besondere an unseren Freizeiten sind wohl die Mischung aus Freizeitangeboten wie Kanufahren oder kreative Angebote und die täglichen christlichen Impulse, durch unsere Abendandachten und Bibelarbeiten. Eine Sommerfreizeit der evangelischen Jugend bedeutet immer auch: sich Zeit nehmen füreinander, für Begegnungen und Gespräche und vor allem auch, sich Zeit zu nehmen für Gott, fürs Gebet, für Zweifel, aber auch für Übungen, die uns helfen können, uns zu verorten, wenn es um Fragen des Glaubens geht“, erklärte Diakon Klaas Grensemann.

Trotz des eher regnerischen Wetters kam Langeweile so schnell bei keinem auf. Bei vielen verschiedenen Workshops konnten sich die Jugendlichen ausprobieren, je nachdem wozu sie Lust hatten. Kreativ ging es beim Basteln mit Speckstein und Bilderrahmen zu. Auch ein kleiner Aquarellkurs gehörte mit zum Programm. Mit vier Kanus, die der Gruppe zur Verfügung standen, wurden kleine Ausflüge gestartet, um den See zu erkunden (hier gibt’s ein Panoramabild vom See). Bei Wikinger-Schach und„Crossboccia“ konnten die Teilnehmer die Mitarbeiter sportlich herausfordern. In guter Erinnerung wird den Jugendlichen sicherlich auch der Besuch in einem Elch-Park in der Nähe des Camps bleiben. Hier konnte das Nationaltier der Schweden aus nächster Nähe beobachtet werden, das sonst eigentlich nur in Nordschweden zu Hause ist.

Außerdem gehörten bei dieser kirchlichen Freizeit auch gemeinsame Mahlzeiten mit Tischliedern, Abendandachten und Bibelarbeiten zum Programm. Diese Bestandteile unterscheidet diese Sommerfreizeit deutlich von anderen Freizeitangeboten.
Am letzten Tag vor der Abreise feierte die Gruppe einen gemeinsamen Abendmahlsgottesdienst. Das Thema war, wie auch in den verschiedenen Bibelarbeiten, die Suche nach dem „roten Faden im Leben“. Fast täglich stehen junge Menschen vor Entscheidungen, die ihren weiteren Lebensweg bestimmen. Dabei immer die richtige Entscheidung zu treffen, ist dabei gar nicht so leicht und oft führt auch erst ein Umweg an das Ziel. An verschiedenen Stationen konnten die Jugendlichen Gedanken aufschreiben, eine Kerze anzünden oder  sich segnen lassen.

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Dieser Kurzfilm hält die bunten, schönen Eindrücke aus zwei Wochen Sommerfreizeit fest. Reinschauen lohnt sich!

Unterstützt wurde Diakon Klaas Grensemann von seinem ehrenamtlichen Mitarbeiterteam. Markus Bauer, Sven Dirks, Metta Tangemann, Jan Zimmer, Tomma Zobel, Lennart Stock sowie Pastorin Marika Cuno hatten die Freizeit zusammen mit ihm vorbereitet und begleitet.

„Ohne ein funktionierendes und hoch engagiertes Mitarbeiterteam wären solch intensive Freizeitmaßnahmen nicht möglich. Ich bin sehr stolz und dankbar für die Arbeit unserer Ehrenamtlichen, die wieder einmal bewiesen haben, wie viel ihnen diese Art mit jungen Menschen zu arbeiten bedeutet und dass sie sich auch von Dauerregen nicht die gute Laune und das Konstruktive und Kreative rauben lassen“ ~ Klaas Grensemann.

Nach zwei Wochen mussten die Jugendlichen feststellen, dass die Zeit viel zu schnell vergangen war. Gern wären sie noch ein paar Tage länger am Osby-See geblieben. In der Hoffnung auf besseres Wetter soll es im nächsten Jahr wieder in den Süden gehen. Ein genauer Ort steht noch nicht fest, dennoch haben bereits viele begeisterte Freizeitteilnehmer zugesichert, auch im nächsten Jahr wieder mitfahren zu wollen.

 

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Aus dem Ostfriesischen Kurier von Klaas Grensemann und Lennart Stock.

Film von Tomma Zobel.