Begrüßung und Abschied beim Jugendkonvent

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IMG_9576Kurz vor dem Start der Sommerferien kam der Jugendkonvent des Kirchenkreises Norden zu einem gemeinsamen Grillabend zusammen. Anlass dafür waren gleich zwei Ereignisse: Eine kleine Willkommens-Party erwartete die Jugendlichen der neu hinzugekommenen Gemeinden des Kirchenkreises. Mitglieder der Jugendkreise aus Hage und Großheide begrüßten die “Neuen” mit einem farbenfrohen Geschenk. Gleichzeitig hieß es aber auch Abschied nehmen. Für Jugenddiakon Klaas Grensemann war es der letzte Konvent an seiner Wirkungsstätte.

Sie sind farbenfroh, an manchen Stellen knubbelig und stehen auf vier Beinen: Drei besondere Stühle waren die Willkommens-Geschenke an die Jugendkreise der Gemeinden Marienhafe, Rechtsupweg und Osteel. Zusammen mit den Gemeinden Leezdorf, Siegelsum und Leybucht gehören sie seit Januar 2013 dem Kirchenkreis Norden an. Am vergangenen Donnerstag lud die Evangelische Jugend im Kirchenkreis alle Jugendlichen aus den neuen und alten Gemeinden im Rahmen eines gemeinsamen Konventtreffens im Süderneulander Gemeindehaus, mit Kreisjugendpastorin Marika Cuno als Gastgeberin,  zu einem gemeinsamen Grillabend ein.

Dabei begegneten sich an dem Abend längst keine völlig Unbekannten. Schon lange vor der Eingliederung der Gemeinden bestand zwischen der Evangelischen Jugend im Norder Kirchenkreis und den Brookmerländern ein enger, freundschaftlicher Kontakt. So gab es stets regelmäßige Begegnungen im Jugendkonvent, bei der Konfigala 2011 und während der jährlichen Juleica-Schulungen. Dennoch bot der Abend jede Menge Möglichkeiten die anderen Jugendkreise näher kennenzulernen und bei dem ein oder anderen kalten Getränk ins Gespräch zu kommen.

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Doch nicht nur der Kontakt zu den anderen Gemeinden wurde gestärkt. Dass auch auf der Kirchenkreis-Ebene eine ganze Reihe Aktionen laufen, zeigte eine kurze Präsentation von Markus Bauer und Klaas Grensemann über die Arbeit  des Kreisjugenddienstes. Der Kirchenkreis-Jugendkonvent sei nur eine Beteiligungsmöglichkeit von vielen, so die beiden. Gleichzeitig sei die Evangelische Jugend auf zahlreichen Wegen direkt ansprechbar. Ob im Netz mit ihrer Website, via Facebook oder ganz altmodisch per Telefon oder Mail.

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Stühle sind mehr als nur eine Sitzgelegenheit

Den Abschluss des Grillabends bildete eine gemeinsame Andacht mit verschiedenen “Aktiv-Stationen” in der benachbarten Kirche. Im Mittelpunkt standen dabei natürlich noch einmal die Hingucker des Abends: Die drei kreativ bemalten Sitzmöbel. Gestaltet wurden sie von Mitgliedern der Jugendkreise aus Hage und Großheide sowie den Teilnehmern des allmonatigen Tortenmittwochs.

Jugenddiakon Klaas Grensemann machte deutlich, dass die Stühle mehr als nur eine Sitzgelegenheit seien. Für ihn seien sie vor allem auch ein Symbol der Gemeinschaft der Evangelischen Jugend. “Dieses Bild zeigt, dass wir jedem der kommt,  einen Platz bei uns anbieten. Die Stühle seien auch ein Bild für die Situation der Menschen, besonders der jungen Menschen, wenn es zu Erfahrungen kommt, dass man das Gefühl hat, zwischen den Stühlen zu sitzen oder keinen Platz im Leben zu finden. In der Evangelischen Jugendarbeit soll es darum gehen, einander aufzuhelfen, einen Platz für jeden und jede zu finden. Nicht zuletzt sei es wichtig, das eigenen Leben mit dem Glauben zu verbinden. So können die drei Stühle auch symbolisch für Vater, Sohn und Heiliger Geist stehen: Mitten unter uns und tatsächlich im Wortsinn “brauchbar”.   Dabei, so Grensemann, sei die Evangelische Jugend natürlich kein völlig “Stressfreier Raum”. Dort wo Menschen zusammenkommen und zusammen etwas gestalten wollen, kann es auch mal rappeln im Karton. Das sei nicht schlimm, schlimm wäre es aber, wenn uns unser Miteinander und die Art wie wir mit einander umgehen egal wären, so der Jugenddiakon. Und jeder der kommt, darf seine eigenen Fähigkeiten mit- und einbringen”, sagte Klaas Grensemann. Dies sei das Merkmal der evangelischen Jugendarbeit, so der Diakon weiter.

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Letzter Konvent für den Diakon

IMG_9456Trotz der Willkommens-Party für die fünf neuen Gemeinden musste an anderer Stelle auch Abschied genommen werden. Für Diakon Klaas Grensemann war es der letzte Jugendkonvent im Kirchenkreis Norden. Zum 1. September wechselt er an seine neue Arbeitsstelle im Geistlichen Zentrum Kloster Bursfelde bei Göttingen, einer Einrichtung der Landeskirche. Er selbst hatte den Konvent 2009 aufgebaut und so die Jugendarbeit im Kirchenkreis mit viel Engagement vorangetrieben. Vor allem die Konfigala 2011, die er zusammen mit dem Jugendkonvent organisierte, war neben den Sommerfreizeiten die größten kirchenkreisweite Aktion der vergangenen Jahre. Eine große Farewell-Party wird es Anfang August geben, dann wird Klaas Grenemann offiziell verabschiedet.

Von Lennart Stock