Abschied nach 17 Jahren als Kreisjugenddiakon

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Klaas Verabschiedung 11.8.13Nach 17 Jahren als Kreisjugenddiakon wurde Klaas Grensemann mit einem feierlichen Gottesdienst am Sonntagnachmittag verabschiedet. Dazu waren mehrere hundert Freunde, Kollegen und Wegbegleiter in die Norder Ludgeri-Kirche gekommen. Im Anschluss hatte die Evangelische Jugend zu einer gemütlichen Abschiedsparty in den Jugendcafe-Garten geladen.

Das Langschiff der Ludgeri-Kirche war bis in die hinteren Reihen voll besetzt. Aus Norden, den umliegenden Gemeinden und Kirchenkreisen, ja manche gar aus ganz Niedersachsen waren am Sonntagnachmittag zum Abschiedsgottesdienst für Diakon Klaas Grensemann gekommen. Viele wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den langjährigen Kreisjugendwart ganz persönlich zu verabschieden. Darunter auch viele Jugendliche, die Klaas Grensemann im Rahmen von Freizeiten, Juleica-Schulungen oder Seminaren kennen gelernt hatten. Da war es fast schon eine Selbstverständlichkeit, dass auch der Gottesdienst zusammen mit dem Superintendenten des Kirchenkreises Norden, Dr. Helmut Kirschstein, von einem kleinen Kreis junger Menschen mitgestaltet wurde.

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“Im besten Sinne ein Beziehungstäter”

In seiner Predigt berichtete Kirschstein davon, wie sehr Klaas Grensemann seit dem Beginn seiner Arbeit im Kirchenkreis den Leitspruch “Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit” verinnerlicht und geprägt hat. Beziehungsarbeit sei auch der entscheidende Punkt im Leben Jesu gewesen. Jesus sei auf Menschen zugegangen, mit ihnen ins Gespräch gekommen. Ganz genauso habe Klaas Grensemann seine Arbeit als Jugenddiakon begriffen. Beide seien demnach “Beziehungstäter” im allerbesten Sinne, so der Superintendent.
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Natürlich ließen die Jugendlichen ihren Diakon nicht ohne Reisegepäck von dannen ziehen. Im Rahmen des Gottesdienstes packten sie einen “Notfallkoffer” mit allerlei Sachen, die einem die Reisezeit erleichtern. Von sauren Bonbons, die lustig machen und Nudeln mit Pesto und Ostfriesischem Tee als Reiseproviant, bis hin zur Einwegkamera und Adressbuch, die die wichtigsten Erinnerungen an die Heimat festhalten. Alles verpackt in einem lange verschollenen Koffer, der Klaas selbst gehörte. Durch einen Zufall entdeckte ihn der Jugendkreis Hage auf dem Dachboden ihres Gemeindehauses und schickte ihn nun zusammen mit Klaas Grensemann auf eine neue Reise.

„Es fiel uns sehr schwer diesen Koffer für dich zu packen. Aber wir wissen ja, du verlässt Norden und nicht uns. In unseren Herzen bist du immer bei uns.“
~ Tomma Zobel

Und auch viele weitere Freunde und Kollegen nutzen die Gelegenheit, um Klaas Grensemann im Rahmen eines Sektempfangs gebührend zu verabschieden, wenn auch mit einer Portion Wehmut in der einen oder anderen Stimme. Grußworte sprachen die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Norden, Barbara Kleen, Vertreterinnen der Norder Hospizgruppe, der ehemalige Kreisjugendpastor Ingo Wiegmann und die Kreisjugendpastorin Marika Cuno sowie die Kreisjugendwartinnen und Kreisjugendwarte im Sprengel Ostfriesland-Ems. Sie überreichten Klaas Grensemann ein Modell des Projekts “Moses Waschstraße”, das der Diakon für den Kirchentag 2005 in Hannover mitentwickelt hatte.

Klaas Verabschiedung 11.8.13Mit den Grußworten in der Kirche war der Nachmittag noch längst nicht vorbei. Zusammen ging es danach rüber ins Jugendcafe, wo die Evangelische Jugend eine Abschiedsparty für ihren Diakon vorbereitet hatte. Buffet, Projekt-Band und Abschiedsaktionen inklusive. Dort bedankte sich die Evangelische Jugend auf ganz eigene Weise für die gemeinsame Zeit mit ihrem Diakon. So hatte die Band gar ein eigenes Lied für Klaas Grensemann geschrieben, auch der Rhauderfehner Kreisjugendwart Friedemann Hönsch brachte ein grooviges Ständchen. Der  Hager Jugendkreis überreichte Klaas Grensemann einen Papierbaum bestückt mit zahlreichen Fotos gemeinsamer Aktionen.

Er war nur ein Beispiel dafür, wie sehr der Diakon die Evangelische Jugend im Kirchenkreis in den vergangenen 17 Jahre mit seiner Arbeit geprägt hatte. Viele Verbindungen hatte Klaas Grensemann aufgebaut. Der Tortenmittwoch, die Theatermanufaktur oder die Bauwagenkirche sind nur einige Projekte, die der Diakon auf die Beine gestellt hatte. Keine Frage: Klaas Grensemann wird fehlen, das machten die Jugendlichen bei der Abschiedsparty für ihren Diakon deutlich. Und doch freuen sie sich mit ihm auf das, was kommt.

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Ende und Anfang mit Ostfriesland im Herzen

Klaas Verabschiedung 11.8.13

Am 6. Oktober wird Klaas Grensemann in sein neues Amt als Referent im Kloster Bursfelde bei Göttingen eingeführt. Spätestens dann wird es ein großes Wiedersehen geben, denn viele “Norder” haben bereits angekündigt beim Einführungsgottesdienst dabei sein zu wollen. Das Klostergelände wird fortan wohl auch kaum zu verfehlen sein, denn zukünftig soll eine Ostfrieslandflagge, die von den Abschiedsgästen signiert wurde, vor der benachbarten, neuen Dienstwohnung des Diakonen wehen. Ein Stück ostfriesische Heimat also an der Weser.

Von Lennart Stock und Henning Roolfs