Dem verlorenen Sohn ganz nah

Gottesdienst, Information

E-Gitarren und Schlagzeug, statt Orgelmusik, Filmleinwand und Beamer, statt Lesepult: Auf die Besucher des Jugendgottesdienstes, den das Team des Norder Kreisjugenddienst (KJD) zusammen mit der Andreaskirchengemeinde auf die Beine gestellt hatte, wartete am vergangenen Sonntag eine lebendige Feier.
Worauf wartest du? Was erwartest du von deiner Zukunft? Was tust du, damit deine Wünsche in Erfüllung gehen? Diese Fragen, die Jugendliche ganz besonders bewegen, begleiteten den Gottesdienst, passend zum Motto: „und was willst Du?“ Mit bunten Aktionen und Anspielen versuchten Kreisjugenddiakon Klaas Grensemann, Tomma Zobel und Markus Bauer vom KJD sowie Michael Rückleben, Pastor der Andreasgemeinde, das Thema näher zu bringen. Dabei ging es dem Team nicht nur darum, eine gute Show auf die Beine zu stellen, sondern auch, den Glauben der Jugendlichen zu thematisieren, wenn auch in anderer Form als gewohnt.

Der verlorene Sohn auf dem roten Sofa

Per Filmeinspieler wurde gezeigt, was Jugendliche sich wünschen und wovon sie träumen. Pastor Michael Rückleben konnte den aus der Bibel bekannten „verlorenen Sohn“ auf dem Roten Sofa begrüßen, der von Klaas Grensemann gespielt wurde. Im Interview berichtete dieser von seinem ausschweifenden Leben, das sein Vater ihm aber, gegen alle Erwartung, großherzig vergab. In seiner kurzen Predigt nahm Rückleben diesen Gedanken noch einmal auf und verglich den Vater in der Geschichte vom verlorenen Sohn mit Gott. Wie dieser Vater würde auch Gott den Menschen mit offenen Armen begegnen, auch wenn wir Menschen dafür manchmal Umwege bräuchten.

Die Organisatoren freuten sich über volle Kirchenbänke. Mehr als 130 Gottesdienstbesucher aus der Andreas-Gemeinde, aus Berumerfehn, dem Brookmerland, Wallinghausen und dem übrigen Kirchenkreis Norden waren in das Gemeindezentrum in der Gottfried-Keller-Straße gekommen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Zur Zeit wird das Gemeindezentrum renoviert, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.


Der Videoeinspieler zum Thema.

Stracoaster rocken die Kirche

Ein Highlight des Abends war die Jugendband „Stracoaster“ aus dem Brookmerland, die mit Stücken wie „Learning to fly“ von Tom Petty oder „Hit the road Jack“ von Ray Charles musikalischen Schwung in die gottesdienstliche Feier brachten. Auch durch diese Musik, in der siebenköpfigen Band ausschließlich von jungen Leuten gespielt, wurde deutlich, dass dieser Gottesdienst für und vor allem mit Jugendlichen gestaltet wurde. Jung und alt waren sich am Schluss einig: gerne wieder und gerne öfter. Wie gut, dass der KJD weitere Jugendgottesdienste geplant hat.

Mehr Bilder gibt es in der Bildergalerie auf freizeitlaune.de

Von Klaas Grensemann und Lennart Stock

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