Zur Not schlafen wir halt unter Brücken…

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Ein Reisebericht.

Am Mittwoch, den 21.06. trafen sich zwölf verrückte Ostfriesen am Norder Bahnhof. Wohin die Reise gehen würde – wussten sie nicht. Wo sie schlafen sollten – auch nicht. Darum ging es schließlich bei der Freizeit „Unter Brücken“: einfach in den Zug steigen und sich vom Ziel überraschen lassen.

Gruppenbild Lenz Wirklich unter Brücken schlafen mussten sie allerdings nicht, denn schon an ihrem ersten Ziel, Münster, wurden sie von der Gastfreundschaft des „Café Lenz“-Teams überwältigt. Dabei war die Quartiersuche schon ein kleines Abenteuer. Denn zunächst sah es gar nicht danach aus, dass es in Münster einen spontanen Schlafplatz geben sollte.

 

Bar Cafe LenzDoch Mitarbeitende des katholischen Kirchen-Foyers machten das Problem zu ihrem und erinnerten sich schließlich an das Schülercafé „Lenz“ – besser hätten sie es nicht treffen können!

 

Sonnenuntergang in Köln

 

Weiter ging es donnerstags nach Köln, wo die Abenteurer bei 35° eine Unterkunft in einer kühlen Kirche fanden. Bevor sie den Abend gemütlich am Rheinufer ausklingen ließen, suchten sie noch eine Abkühlung im nahe gelegenen Waldbad.

 

BacharachBacharach PanoramaAm nächsten Tag nahmen sie den Zug nach Bacharach, einer kleinen, alten Stadt direkt am Rhein. Von den dortigen Weinbergen aus konnten die Ostfriesen die wunderschöne Aussicht auf den Rhein genießen.

Samstag richteten sich die zwölf, nach einem Zwischenstopp in Koblenz, ohne richtigen Plan nach den Zugfahrplänen und landeten abends in Frankfurt am Main. Dort konnten sie im Garten einer äußerst gastfreundlichen Familie unter freiem Himmel schlafen. Zum Schluss ging es noch einmal nach Münster. Die Reisenden besuchten einen Jugendgottesdienst der dortigen Gemeinde und genossen erneut die Zeit im „Café Lenz“. Ziemlich erschöpft vom vielen Zug fahren, aber reich an neuen Erfahrungen kehrten sie am 26.06. nachmittags wieder nach Norden zurück und beendeten das Abenteuer mit einem Spaziergang vom Bahnhof zur Ludgerikirche.

Liebe ist mehr als nur ein Anliegen

Ein Ergebnis der Aufgabe “Umgestalten”

Natürlich bestanden die sechs Tage nicht nur aus „herumreisen“. Jeden Morgen haben die elf jungen Erwachsenen von Kreisjugendwart Markus Steuer, der die Reise organisiert hat, eine Tagesaufgabe bekommen, stets inspiriert von einem Bibelvers rund ums Thema „Liebe“. Diese Aufgaben bestanden beispielsweise daraus, eine Dankes-Postkarte an einen Freund zu schreiben oder ein Bild zu machen, das die Frage „Was ist Liebe?“ beantwortet. Und das Thema „Liebe“ zog sich durch die gemeinsamen Tage, denn die erlebte Gastfreundschaft, war vor allem eins: gelebte Nächstenliebe.

Am Schluss waren sich alle einig: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!

(Friederike Alts)

unterwegs mit der Bahn Köln Gruppenbild  Anstrengend