Das bleibt in unserem Herzen…

Gottesdienst, Information, Mitarbeiter/innen

Am 5. Juni um 23 Uhr kommt eine bunt gemischte Gruppe von Menschen am Norder ZOB an. Die Gruppe, das sind wir, ca. 30 junge Menschen die gemeinsam mit Rosi Knoke, Tomma Zobel und Jan Zimmer vom Kirchentag zurückkommen. Hinter uns liegen fünf ereignisreiche Tage voller Begegnungen, Diskussionen, Sonne, verschiedenster Eindrücke, Musik und natürlicher jeder Menge Spaß.

Fünf Tage, an denen wir die Möglichkeit hatten an den verschiedensten Aktionen teil zu nehmen. Für jeden war etwas dabei, ob in den Zentren für Kinder und Jugendliche, in verschiedenen Mitmachaktionen, bei Podiumsdiskussionen oder Theater, Kabarett und Musik Darbietungen.

Doch fangen wir vorne an…

Wir schreiben den 1.Juni 2011 um 4.45 am Norder ZOB, verschlafene Gesichter steigen aus den ankommenden Autos und bringen ihre Koffer zum freundlichen Busfahrer, der bereits fleißig am Verstauen des Gepäcks ist. Nach kurzem Verabschieden der Eltern und dem Beginn unserer großen Fahrt, waren aus den verschlafenen Gesichtern bis zur ersten großen Pause bereits aufgewachte, lachende Gesichter geworden und die Vorfreude auf die Kirchentag war allen anzusehen.

Nach elf Stunden Fahrt kamen wir nun in unserem Quartier in Kamenz an, eine frisch renovierte Grundschule mit schönen Räumen und tollen Mitarbeitenden die uns einen hervorragenden Aufenthalt ermöglichten. Auch die Nachricht, dass die Anreise zum Dresdener Hauptbahnhof 1 ½ Stunden dauert, konnte keinem die gute Laune vermiesen, denn dafür war die Stimmung, der beiden jetzt schon toll zusammengewachsenen Gruppen einfach viel zu gut.

Und so machten wir uns kurz nach der Ankunft schon wieder auf den Weg nach Dresden um den Abend der Begegnungen mit zu erleben. Den Eröffnungsgottesdienst verpassten wir auf Grund der langen Anreise leider. Die Nacht der Lichter entschädigte jedoch schnell den verpassten Gottesdienst. 20000 Kerzen schwammen in der Strömung der Elbe und boten den rund 100000 Menschen einen wunderschönen Anblick, begleitet von ruhiger Musik und kurzen Inputs. Ein Abend der bei vielen von uns für Gänsehaut sorgte und wohl noch lange im Gedächtnis bleibt.

An den kommenden Tagen suchten wir uns aus dem rund 600 Seiten dicken Programm verschiedene Aktionen heraus und jeder konnte zu den Veranstaltungen gehen die ihn oder sie interessierten. So kam es also, dass einige sich im Zentrum Jugend sportlich betätigten, einige im Zentrum Kinder kreativ wurden und andere einfach gemütlich an der Elbe die tolle Stimmung genossen. Immer wieder hielten wir Rücksprache wer sich gerade wo aufhält und trafen uns dann zu einigen Dingen wieder gemeinsam. So entstand dann zum Beispiel eine gemütliche Grillrunde am Elbufer.

Die langen Fahrten zum Quartier und in die Stadt wurden nach kurzer Zeit zu einer tollen Möglichkeit um gemeinsam zu singen, zu spielen, zu reden und auch mit anderen Kirchentagsbesuchenden in Austausch zu treten. Uns wird wohl noch sehr lange ein gemeinsames gute Nacht Lied am Bahnhof in Kamenz in Erinnerung bleiben, welches eine andere Gruppe gemeinsam von Gitarren begleitet mit uns sang.

Das Highlight der Fahrt war für die meisten von uns wohl das Konzert der Wise Guys, welches im Fußballstadion stattfand. Gut 20000 Menschen verfolgten dort gemeinsam mit uns im Stadion oder via Liveübertragung auf der Cocker-Wiese ein tolles Konzert mit Texten und Bildern die unter die Haut gingen.

Doch das, was uns wohl für immer im Herzen bleiben wird, sind die neuen Freunde die wir gefunden haben. Das Gefühl nicht alleine zu sein mit den Fragen die man an Gott, Politik und Gesellschaft hat und den Problemen, die einem alltäglich begegnen. Das ist wohl das was alle am meisten beeindruckt hat. Und an all diese tollen Erfahrungen lag es wohl auch, dass die Gruppe die am 5. Juni in Norden ankam trotz weiteren 10 Stunden Busfahrt noch immer lachte, erzählte und sich nach einen gemeinsamen Abschiedlied für den Busfahrer mit einem traurigen und einem müden Auge bei den anderen Mitfahrenden verabschiedete und mit neuen Erfahrungen und viele Eindrücken in die Familien und den Alltag zurückkehrte.

Von Jan Zimmer und Tomma Zobel